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Rodolfo Cimino

(* 1927)

Der 1927 in Palmanova im Friaul geborene italienische Disney-Künstler Rodolfo Cimino ist seit Jahrzehnten vor allem als Autor bekannt, er begann seine Karriere aber als Zeichner. Zwischen 1959 und 1962 tuschte der der venezianischen Schule zuzurechnende Cimino Arbeiten von Romano Scarpa. Auf dessen Anregung hin versuchte er sich schließlich auch als Szenarist für Disney-Comics, nachdem er sich im Zeichenstudio des Öfteren nicht nur aufs Tuschen beschränkt, sondern auch Ideen für Gags beigesteuert hatte. Seine ersten Schritte als Comic-Autor war Cimino aber wohl bereits deutlich früher gegangen. Der italienischen Wikipedia zufolge schrieb Cimino erste Comic-Geschichten schon drei Jahre nach seiner ersten Begegnung mit Romano Scarpa auf der Biennale in Venedig 1947. In der Folge arbeitete er an der Filmversion von „La piccola fiammiferaia“ mit – Hans Christian Andersens „Mädchen mit den Schwefelhölzern“.

Luciano Gatto zeichnete 1961 Ciminos erste Disney-Geschichte, die auch in LTB 79 erschienenen „Eisberge am Äquator“. Ab etwa 1962 konzentrierte sich Cimino weitgehend auf die Szenarien und verfasste bis heute mehr als 600 Disney-Storys. Anfangs schrieb er seine Comic-Szenarien oft gemeinsam mit Elisa Penna, damals Redakteuerin und stellvertretende Redaktionsleiterin von „Topolino“. Lange war Rodolfo Cimino, der seine Szenarien in Form von Storyboards entwickelt, einer der wichtigsten Texter für Scarpa und Giorgio Cavazzano. Gemeinsam mit Cavazzano schuf Cimino auch bekannte Disney-Charaktere wie Mona Menetekel und die in Donald verschossene Prinzessin Marbella, der Cimino eine ganze Reihe von Geschichten widmete. Von Mitte der 70er- bis ins letzte Drittel der 80er-Jahre trat Cimino als Autor deutlich kürzer, nahm danach aber seine Arbeit in alter Produktivität wieder auf. In den 90ern schrieb er unter anderem eine Reihe von Geschichten, in denen Oma Duck über andere Figuren erzählt.

Rodolfo Cimino beschäftigt sich in seinen Storys vornehmlich mit Enten. Vor allem Dagobert Duck gehört zu seinen Lieblingscharakteren, auch Baptist darf bei ihm in diesem Zusammenhang nie fehlen. Besonderen Einfallsreichtum legt er seit Jahrzehnten bei der Erfindung immer neuer Panzerknacker-Abwehrmechanismen in und am Geldspeicher an den Tag. Inhaltlich versucht Cimino in seinen Storys oft eine Moral zu vermitteln. Dabei geraten ihm seine Geschichten manchmal fast schon zu Parabeln, ohne dass er deshalb jedoch den Unterhaltungsaspekt vernachlässigen würde. In Italien gilt der typische und oft ironische Sprachstil seiner Comic-Dialoge als fast schon literarisch.

 

Quellen:

Text: duckipedia.de, wikipedia.it, Inducks; Bilder: LTB 134, S. 7 u. 54, I Maestri Disney Oro 31, S.11.

 

Geschichten von Rodolfo Cimino im LTB (Auswahl):
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