
(* 1949)
Der 1949 in Mestre/Venedig geborene Comicautor Giorgio Pezzin gilt als einer der wichtigsten Disney-Szenaristen der so genannten „zweiten Generation“. Er ist mit Manuela Marinato verheiratet, die bereits seit den 70er-Jahren gelegentlich Plots zu Geschichten Pezzins beisteuerte und mittlerweile auch als eigenständige Disney-Comic-Autorin tätig ist.
Nachdem er schon Anfang der 70er einzelne Szenarien geliefert hatte, begann Giorgio Pezzins eigentliche Disney-Karriere 1974 mit „Paperino e la visita distruttiva“, seiner ersten von über mehr als zehn Jahre hinweg zahlreichen Zusammenarbeiten mit Giorgio Cavazzano. Der studierte Ingenieur Pezzin pflegte anfangs auch im Comic einen sehr technikbegeisterten Schreibstil mit viel Schwung und zahlreichen Gags, was sich mit Cavazzanos ebenfalls technikverliebten und cartoonhaften Zeichnungen ideal ergänzte. Der vom Team Pezzin/Cavazzano in der zweiten Hälfte der 70er-Jahre etablierte Stil prägt die italienischen Disney-Comics bis heute. Die beiden befassten sich sowohl mit Maus- als auch mit Enten-Comics und führten dabei diverse neue Figuren in den Disney-Kosmos ein.
Die Mitte der 80er-Jahre weitgehend beendete Zusammenarbeit von Pezzin und Cavazzano erstreckte sich zuvor beileibe nicht nur auf Disney-Comics. Von 1973 bis 1985 arbeiteten die beiden auch gemeinsam an den Nicht-Disney-Serien „Walkie & Talkie“, „Oscar & Tango“, „Smalto & Jonny“ und „Capitan Rogers“, die teilweise auch in Deutschland erschienen. Mitte der 80er schrieb Pezzin außerdem Szenarien für die in Italien poulären Bonelli-Serien „Zagor“ und „Il piccolo Ranger“.
Seit 1986 beschränkt sich Pezzin fast ausschließlich auf seine Disney-Arbeit. Von 1986 bis 1992 schrieb er elf Geschichten für den von Bruno Concina und Massimo de Vita begründeten „Zeitreisen“-Zyklus. De Vita hatte zuvor schon erfolgreich mit Pezzin an Geschichten wie „Die schwimmenden Felder“ (LTB 83) und „Die elektronische Revolution“ (LTB 118) zusammengearbeitet und wurde nun bei Disney Pezzins Stamm-Zeichner. Die beiden schufen mit „Kampf der Galaxien“ (1991-96), „Es war einmal in Amerika“ (1994-99) und „Die Mauser-Chroniken“ (1999-2002) mehrere weithin beachtete umfangreiche Storyzyklen.
Quellen:
Text: Inducks, Duckipedia; Wikipedia.it; Bilder: LTB 168, S. 108 und 113.