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Zeichner und Autoren
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Romano Scarpa

geboren am 27.09.1927 in Venedig, Italien

(1927 - 2005)

Romano Scarpa wurde am 27. September 1927 in Venedig geboren, er starb am 23. April 2005. Der Zeichner und Autor gilt als einer der wichtigsten, wenn nicht als der wichtigste italienische Disney-Künstler. Als Mäuse- und Enten-Multitalent erfand Scarpa auch zahlreiche Charaktere, die aus dem Entenhausen-Kosmos längst nicht mehr wegzudenken sind. Zu den prominentesten Scarpa-Schöpfungen gehören Gitta Gans, Kater Karlos Freundin Trudi und Atömchen. Romano Scarpa war der Erste der italienischen Disney-Künstler, dessen Werke auch im Disney-Mutterland USA veröffentlicht wurden.

Scarpa studierte an der Akademie der schönen Künste und beschäftigte sich neben der Kunst auch mit Architektur. Sein jugendliches Faible für US-Zeichentrickfilme führte Scarpa in den 40er-Jahren nach dem Abbruch des Studiums aber zunächst zur Gründung eines eigenen Animations-Studios in Venedig, wo er Werbung und verschiedene bemerkenswerte Kurzfilme wie „La piccola fiammifera“ (1953) produzierte.

In der ersten Hälfte der 50er-Jahre wandte sich Scarpa dann aber fürs Erste vom Zeichentrick ab und widmete sich ganz den Disney-Comics. Er debütierte 1953 mit der von Guido Martina verfassten Schneewittchen-Story „Biancaneve e Fiamma Verde“. Der Gottfredson-Fan Scarpa wurde daraufhin schon bald damit beauftragt, Geschichten mit Micky und Donald zu entwickeln. So entstanden in den späten Fünfzigern und frühen Sechzigern zahlreiche Klassiker wie „Der Kolumbusfalter“, „Das doppelte Geheimnis des Schwarzen Phantoms“ oder „Der fliegende Schotte“.

Von 1963 bis 1970 wurde das Arbeitsaufkommen schließlich so groß, dass sich Scarpa ausschließlich aufs Zeichnen konzentrierte und Storys von anderen Autoren umsetzte. Mehrere später selbst zu Disney-Stars gewordene Zeichner begannen ihre Laufbahn als Scarpas Assistenten, unter den bekanntesten sind Giorgio Cavazzano und Luciano Gatto. Neben seinen Disney-Arbeiten zeichnete Scarpa verschiedentlich auch für andere Animationsprojekte und Comic-Serien, darunter auch je eine Lupo- und Yogi-Bär-Story.

Scarpas Zeichenstil lässt sich über die rund 50 Jahre seines Schaffens in mehrere Phasen einteilen. Sein zunächst an Gottfredson angelehnter Stil entwickelte sich über einen am Trickfilm orientierten Stil hin zu einem sehr eigenständigen, modernen Strich, der viele andere italienische Zeichner beeinflusst hat.


Quellen:

Text: DDSH 218; Inducks; Duckipedia; Bilder: LTB 93, Seite 89; Donald Duck Sonderheft 218.

 

Geschichten von Romano Scarpa im LTB (Auswahl):
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